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Thema: Sie sind undankbar – das meint die EZB…
Hanse (offline)
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icon10   Sie sind undankbar – das meint die EZB… #1 Datum: 18.12.2019 , 17:11  


Sie sind undankbar – das meint die EZB… !


Kürzlich hat die neue Präsidentin der EZB, der Europäischen Zentralbank, mitgeteilt, was sie von Ihnen, ja, von uns allen hält. Wir sollten „glücklich“ sein, wenn wir einen Arbeitsplatz haben und nicht „immer nur höhere Zinsen für das Ersparte“ erwarten. Das habe ich in dieser Form von dieser Clique in den Führungsetagen der staatlichen Institutionen so noch nicht gehört. Der Ton wird rauer.

Christine Lagarde: Seien Sie glücklich!

Die „Financial Times“, der sie das betreffende Interview gab, wollte es genauer wissen. Sie fragte nach den „Auswirkungen“ der niedrigen Zinsen, die teils ja Nullzinsen sind und demnächst für uns alle zu Negativzinsen mutieren, für die „betroffenen Sparer“. Lagarde wiederum wies die Nachfrage trocken ab: Schlimmer wäre die Lage, wenn die Zentralbank nicht so stark eingegriffen hätte:

„Würden wir uns heute dann nicht in einer Situation mit viel höherer Arbeitslosigkeit und einer weitaus geringeren Wachstumsrate befinden, und ist es nicht wahr, dass wir letztendlich das Richtige getan haben, um für Arbeitsplätze und Wachstum zu sorgen, anstatt Sparer zu schützen?“

Dies der großmütige Hinweis der neuen Zentralbank-Chefin, die damit so ungefähr alles ausblendet, was die Kritiker ihr sagen und sagen würden. Zum einen sind die Arbeitslosenraten wie in Griechland mit fast 17 % noch heute hoch. In Spanien sind mehr als 14 % aller Arbeitssuchenden derzeit arbeitslos und dies sind lediglich die offiziellen Zahlen.

Streiten wir uns aber nicht über Zahlen. Tatsächlich sagt Lagarde im Kern, die EZB habe uns alle zu Recht um „Zinsen“ gebracht, da die Wirtschaft ansonsten zusammengebrochen wäre. Hier geht es allerdings nicht um ein paar Zinsen für die Kinder oder Großmütter, es geht um das Ganze. Die niedrigen Zinsen haben die Immobilienblase erzeugt, die heute unter anderem die Mieten nach oben getrieben hat und zudem eines Tages platzen wird. Die niedrigen Zinsen haben Pensionskassen zusammenbrechen lassen und damit die Altersvorsorge derjenigen, die eingezahlt haben.

Die niedrigen Zinsen haben die Überschussrenditen von Lebensversicherungen in den Keller gejagt und somit dafür gesorgt, dass zahlreiche Immobilien-Finanzierungen zusammengebrochen sind. Zudem haben viele Menschen die Lebensversicherung als Altersvorsorge eingesetzt. Darüber hinaus müssen auch Rentenversicherungen Geld anlegen – die Niedrigzinsen mindern direkt die Zahlungsfähigkeit der Rentenkassen. Selbst Krankenversicherungen haben durch die jahrelangen Mini- und Nullzinsen Geld verloren – Ihr Geld. Unter dem Strich also haben genau jene in die EU-Kasse gezahlt und gezahlt, die sich ihr Geld oft mühsam zurücklegen, um die geforderte private Altersvorsorge zu organisieren.

Die staatliche Vorsorge funktioniert in vielen Fällen ohnehin nicht mehr. Die staatliche Versorgung mit Wohneinheiten funktioniert nicht mehr. Die Infrastruktur zerfällt. Die Nachricht, die Frau Lagarde zudem verschweigt: Es kommt alles noch schlimmer. Jahrelange Niedrigzinsen werden durch eine richtige Enteignung abgelöst. Bereiten Sie sich darauf vor.

Christian Waffenschmidt
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